Sehr geehrte Damen und Herren in den Schulleitungen,
liebe Mitarbeitende an "Menschenkette statt Lagerzaun 2012",
Ljubisa Letic ist heute, 01. Februar 2012, vormittag nach einem anspruchsvollen und anstrengenden Besuchs- und Gesprächsprogramm mit seinem Begleiter Miroslav
nach Novi Sad zurückgekehrt. Er war überwältigt von dem herzlichen Interesse, das ihm von mehr als 1200 Schülerinnen und Schülern und vielen Erwachsenen aus Hers-
bruck und Umgebung entgegengebracht wiurde. Er wurde nicht müde, bei uns wie auch in seiner Heimat Serbien für Versöhnung und Frieden, für Demokratie, Freundschaft
und Beachtung der Menschenwürde einzutreten - und er hat die Herzen aller Beteiligten gewonnen.
Im Namen des Vereins Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V. möchten wir uns bei Ihnen, bei Euch für die Mitwirkung herzlich bedanken. Es mussten viele Entscheidungen
angebahnt und getroffen werden, Kompromisse geschlossen werden,es gab auch kleinere Ungereimtheiten und Missgeschicke, aber nach 6 aufregenden Tagen, die auch von
Presse und sogar Fernsehen aufmerksam begleitet wurden, freuen wir uns über den Erfolg, den unser gemeinsames Projekt hatte:
Anlässlich der Menschenkette statt Lagerzaun haben viele junge Menschen mit Füßen und Verstand ihr Interesse für die Geschichte ihrer Stadt und für das schreckliche Schick-
sal der Häftlinge entdeckt, und sind dabei wach(er) geworden für die Verantwortung, die wir gemeinsam für die Menschen und die Welt, in der wir leben, tragen.
Dieser Erfolg wäre nicht möglich gewesen
ohne die Kooperation der Schulleitungen und Lehrerkollegien,
die nach Möglichkeit Bestand haben sollte,
ohne Mitwirkung der Stadt Hersbruck, unseres Bürgermeisters, der Polizei,
des Landratsamtes, des Finanzamts,
der Hersbrucker Zeitung sowie von Presse und Fernsehen,
der Kirchen, der Kirchengemeinde Happurg, der ev. Dekanatsjugend,
der Unterstützung durch die Bürgerbewegung für Menschenwürde e.V.,
der Gedenkstätte Flossenbürg und ihrer Mitarbeiter,
der vielen ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer
aus dem Verein Dokumentationsstätte und um ihn herum.
Der Verein Dokumentationsstätte plant
für den 9. Februar 19.00 Uhr im Nikolaus-Selnecker-Haus
ein Treffen für Interessierte am Doku-Projekt zum Hersbrucker KZ Gelände,
und für den Herbst 2012 gemeinsam mit dem Verein Kunstmuseum die Ausstellung
der Werke Vittore Bocchettas in Hersbruck.
Der Bericht von Ljubisa Letic kann beim Verein oder im Buchhandel für 8,95¤ erworben werden.
(Ljubisa Letic "... nur wir Betroffenen wissen, durch welche Hölle wir gegangen sind:" ISBN 978-3-9815005-0-0 € 8,95 + € 2,00 Porto u. Versandkosten)
Der 27.1.2013 fällt auf einen Sonntag. Die Verantwortlichen werden bald entscheiden,
in welcher Form ein Gedenken dann stattfinden kann.
Der Verein Dokumentationsstätte freut sich auch über Mitglieder, die mit ihrem Jahresbeitrag von 25¤
die Arbeit unterstützen. Anmeldung (Formular) über www.kz-hersbruck-info.de.
Danke für die guten Erfahrungen der letzten Tage.
Mit freundlichen Grüßen
Dorothea und Thomas Wrensch
Religionslehrer und Pfarrer,
Mitarbeitende im Verein Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V.
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Die Association des Deportés de Flossenbürg et Kommandos mit Michel Clisson
und zwei ehemaligen Häftlingen kam wieder nach Hersbruck: am Freitag, 15.7. um 9.00 Uhr nach Hubmersberg, um 9.30 Uhr am Gedenkstein zur Kranzniederlegung, anschließend in Happurg, und am Sonntag, 17.7. ca. 18.30 Uhr nach Schupf. Vertreter unseres Vereins und von der Stadt Hersbruck waren anwesend. Auch Schüler des PPG waren dabei. Dazwischen sind die französischen Gäste Teilnehmer des Wochenendes für ehemalige Häftlinge in Flossenbürg. Dort fand am Sonntag um 14.00 Uhr eine Kranzniederlegung im ehemaligen Arresthof statt. P. Schön wollte dort auch Ljubiša Letiċ treffen und ihn für Januar 2012 nach Hersbruck einladen.
Schülerprojekt "Das KZ vor der eigenen Haustür"
in Kooperation mit DoKuPäd Nürnberg. Von Montag 11.7. bis Montag 25.7.
Es tut sich was....
... in der aufgelassenen Tankstelle beim Finanzamt in der Amberger Straße
... für Jugendliche aus Hersbruck und Umgebung
Sie befassen sich im Rahmen eines Besuchs unserer Ausstellung und einer Geländebegehung mit dem ehemaligen Konzentrationslager vor der eigenen Haustür. Die Jugendlichen sollen sich dabei gegenseitig durch die Ausstellung führen. Sie werden von einer Pädagogin und einem Historiker der Nürnberger Einrichtung DoKuPäd in die Thematik eingeführt und begleitet. Der Abschluss ist jeweils in einem provisorischen Pavillon, der dort steht, wo die Stiftung Bayerische Gedenkstätten einen Gedenk- und Informationsort einrichten möchte. Für Jugendverbände, Jugendgruppen und Schulklassen der Jahrgangsstufen 8 bis 10. Das Projekt wird finanziell von der evangelischen Dekanatsjugend Hersbruck, vom KJR Nürnberger Land, vom KJR Nürnberg-Stadt und vom Be-zirksjugendring Mittelfranken unterstützt.
Kerzenlicht gegen das Vergessen
27. Januar 2011 - Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Die Hersbrucker Kirchen und der Dokumentationsverein KZ Hersbruck luden am 27. Januar in der Spitalkirche zur "aktiven Erinnerung" ein. Der Gottesdienst stand unter dem Motto "Den Opfern ihren Namen wiedergeben" - die KZ-Insassen hatten nämlich nur Nummern getragen. Stellvertretend für die vielen tausend Mithäftlinge beleuchtete Peter Schön das Schicksal des Francesco Moisello, der 1944 im KZ in Hersbruck gestorben war. Die Enkel des italienischen Widerstandskämpfers - Marco und Alessandro Moisello waren eigens für diesen Tag aus Genua angereist, um an der Gedenkfeier teilzunehmen.
Dekan Dr. Werner Thiessen sagte in den Fürbitten "Gott hilf, dass die Wahrheit weiter ans Licht kommt und wir ehrlich damit umgehen." Musikalisch wurde die Feier mit hebräischen Liedern von Gabriele Netal-Backöfer untermalt.
Anschließend gingen alle schweigend zur Bocchetta-Skulptur im Rosengarten. Jugendliche aus den Hersbrucker Schulen flankierten den Weg mit Kerzen als Lichtern der Hoffnung .
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| Marco und Alessandro Moisello |
Geschichte zum Anfassen - Ausstellung über das KZ Hersbruck in der Aula der Johannes-Scharrer-Realschule Hersbruck -
13. - 28. Januar 2011
Historisch, politisch und gesellschaftlich Interessierte konnten im Januar einen Blick in die Johannes-Scharrer-Realschule werfen, um dort eine Ausstellung über das KZ Hersbruck anzusehen. Mit einer Feierstunde haben Vertreter aus Politik - darunter der stellvertretende Landrat Hans-Joachim Dobbert, der Hersbrucker Bürgermeister Robert Ilg und der Happurger Bürgermeister Helmut Brückner - und Elternschaft sowie Schüler und Lehrer verschiedener Schulen die Veranstaltung eröffnet. Peter Schön, Vorsitzender des Vereins, gab eine kurze Einführung in die Thematik. Neben allerhand sachlicher Informationen über das KZ lieferte die Ausstellung auch konkretes Anschauungsmaterial.
Schmidmühlen, 22. Oktober 2010
Einer der letzten überlebenden Häftlinge des KZs Hersbruck traf sich mit dem Vorsitzenden unseres Vereins am 22. Oktober in Schmidmühlen, 55 km südöstlich von Hersbruck im Vilstal.
Dieser Ort hat eine wichtige Bedeutung im Leben von Ljubiša Letic, weil er dort am 24. April 1945 während des Marsches nach Dachau ("Todesmarsch") von den Amerikanern befreit worden war.
Es gibt aber auch noch einen zweiten Grund für den Besuch: Ein junger Mann aus seiner Heimatstadt Novi Sad in Serbien wollte ihn unbedingt dabei begleiten, weil dieser aus dem Fernsehen erst kürzlich erfahren hattte, dass Ljubiša dort dessen Großonkel Gavrilo Kaplarski begraben hatte, zwei Tage vor Ende der Kriegshandlungen. Dieser Film im serbischen Fernsehen war anlässlich von Ljubisa Letic Besuch im April 2010 in Hersbruck und Flossenbürg gedreht worden.
Nach großen organisatorischen Schwierigkeiten konnte der Tag der Begegnung auf Freitag, den 22. Oktober 2010, festgelegt werden.
Die kleine Delegation aus Hersbruck, darunter als Dolmetscher M. Markovic, traf am Nachmittag mit den Besuchern aus Novi Sad zusammen. Die Gruppe wurde vom Bürgermeister und vom Pfarrer Schmidmühlens begrüßt. Gemeinsam begab man sich auf die Suche nach dem Grab. Die gesamte Veranstaltung wurde wieder von dem gleichen serbischen Kameramann gefilmt. Auch ein Journalist der Lokalzeitung Schmidmühlens war anwesend.
Die Marschkolonne von Häftlingen aus Hersbruck hatte im April 1945 auf einem Wiesengrund in der Nähe des Friedhofes kampiert. Ljubiša Letic konnte sich rasch orientieren und führte die Gruppe zur Friedhofskirche, wo er sofort die Stelle des ehemaligen Grabes fand. Dort hatte er an der äußeren Mauer am 22. April 1945 seinen Kameraden und einen unbekannten italienischen Häftling begraben.
Heute geht über die ehemaligen Gräber eine asphaltierte Straße mit Gehsteig hinweg. Die beiden Leichen waren allerdings schon 1957 exhumiert, mit 25 anderen namentlich unbekannten Opfern des Todesmarsches nach Flossenbürg überführt und auf dem dortigen Ehrenfriedhof wieder bestattet worden.
Es war ein sehr bewegender Augenblick für alle Anwesenden. Ljubiša brach in Tränen aus. Gavrilo Sivacki, der Großneffe von Gavrilo Kaplarski verharrte stumm an der Stelle. Anschließend fand an dem Grabstein für verstorbene Häftlinge auf dem Friedhof von Schmidmühlen eine kleine Gedenkfeier statt.
Am folgenden Tag besuchten die serbischen Gäste vormittags die Gedenkstätte Flossenbürg, wo sie der Leiter der Gedenkstätte Dr. Jörg Skriebeleit zu einem Rundgang empfing. Am Nachmittag zeigte ihnen Herr Schön das ehemalige KZ-Gelände in Hersbruck. Anschließend waren sie bei Familie Schön zu Gast. Hier wurden weitere Gespräche über die Vergangenheit geführt, die vom Kameramann in Ausschnitten festgehalten wurden. Auch dieser Film wird im serbischen Fernsehen zu sehen sein.
Die Reise hat für die serbischen Besucher vier Tage gedauert. Es war eine große Anstrengung für den 85-jährigen Ljubiša Letic wie auch für seine Begleiter. Daran ist erkennbar, wie wichtig die Aufklärung der Vergangenheit für die Opfer und ihre Angehörigen ist. Das bestätigt die Bedeutung unserer Arbeit.
L. Letic, Neffe v. G. Kaplarski, Bgm. Braun, Peter Schön L. Letic zeigt die Stelle des früheren Grabes seines Kameraden
"Was bleibt"
In Flossenbürg wurde unter diesem Namen am 10. Oktober 2010 eine neue, zweite Dauerausstellung eröffnet. Sie dokumentiert, wie mit Gebäuden und Gelände, mit der Erinnerung, den Opfern und den Tätern nach der Befreiung des KZs im Jahr 1945 umgegangen wurde. Es ist die erste Ausstellung einer KZ-Gedenkstätte, die sich ganz der Nachkriegszeit widmet. Strukturiert wird sie von vier Leitfragen:
Was geschah mit dem Ort des Lagers?
Wie verarbeiteten die Überlebenden das Geschehene?
Wie wurden die Verbrechen der Täter geahndet?
In welcher Weise entwickelte sich das Gedenken an das KZ Flossenbürg?
Auf einer Podiumsdiskussion u. a. mit Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle berichtete Jack Terry, heute USA, von seiner Befreiung als jüngster Häftling in Flossenbürg und seiner Hoffnung, dass die Jugendlichen, die Flossenbürg heute besuchen, lernen können für Freiheit und gegen die Missachtung der Menschenwürde einzutreten.
Führungen über das KZ Gelände in Hersbruck fanden auch in den Sommermonaten statt. So wurden Mitglieder der Europa-Union einen ganzen Tag lang über das Hersbrucker Gelände und zu den verschlossenen Eingängen der Doggerstollen über Happurg geführt.
Eine Gruppe von Lehrkräften, die im Mai des Jahres einen Studienkurs an der International School of Holocaust Studies in Yad Vashem in Jerusalem besucht hatten, verlegten ihr Abschlusstreffen nach Hersbruck und besichtigten das Gelände und die Stolleneingänge. Sie zeigten sich tief beeindruckt von den Vorgängen 1944/45 in ihrer nächsten Heimat, und waren entsetzt, dass fast alle Zeugnisse dieser Zeit beseitigt und unzugänglich sind. Sie baten unseren Verein, die Texte und Bilder der Tafeln im Internet allgemein zugänglich zumachen. Weitere Führungen fanden mit der Kolpingfamilie Lauf, der Reservistenkameradschaft Nürnberger Land und der SPD Kehlheim statt.
Arbeitsgemeinschaft verfolgter Sozialdemokraten besucht Hersbruck (11.05.2010)
Am 11.05. besuchte die Arbeitsgemeinschaft verfolgter Sozialdemokraten Hersbruck um hier ihre Jahreshauptversammlung abzuhalten. Bei dieser Gelegenheit legte man einen Blumenkranz für die Opfer des ehemaligen KZs Hersbruck am Bocchetta-Mahnmal am Eingang des Rosengartens nieder.
Die eine Hälfte der Gruppe ließ sich vom Vorsitzenden unseres Vereins die ehemalige KZ-Anlage erklären, während die andere Hälfte in der Innenstadt eine kleine Stadtführung mit Herrn Wiedemann, dem 2. Vorsitzenden, durch die Altstadt von Hersbruck erhielt, wobei auch die Geschäftsstelle des Vereins im ehemaligen Stadtmauerturm besucht wurde.
Anschließend besuchte die zweite Gruppe die Geschäftsräume der Dokustätte, wo der ehemalige Vorsitzende, Herr Tzschentke, den Besuchern die Problematik der Vergangenheitsbewältigung in Hersbruck erläuterte. Nach einem Mittagessen im Restaurant Bauer in der Altstadt wurden am Nachmittag die Rollen getauscht und die zweite Hälfte besuchte das ehemalige KZ-Gelände, während die 1. Gruppe die Stadtführung und den Besuch in der Dokustätte absolvierte.
Die Gruppe wurde begleitet vom Bezirksrat Fritz Körber.
Bei der Kranzniederlegung waren auch der ehemalige Bürgermeister Plattmeier, die jetztige Vizebürgermeisterin Frau Britta Stöber, sowie Herr Pastor Zimmerschitt anwesend.
Die Gruppe zeigte sich entsetzt über das Farbattentat auf die Skulptur des Mahnmals zwei Tage vorher in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai. Spuren der Besudelung waren bei dem Besuch jedoch noch zu sehen. Ingelore Pilwousek, Vorsitzende der AG in Bayern, betonte bei ihrer Ansprache, dass Diktaturen kein Raum mehr gegeben werden dürfe. "So etwas wollen wir nie wieder haben."
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Besudelung des Bocchetta-Mahnmals am 8. Mai 2010
Unbekannte haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 8./9. Mai 2010, die Skulptur „Ohne Namen“ am Eingang des Rosengartens mit Farbe übergossen. Prof. Bocchetta war ehemals Häftling im KZ Hersbruck und hat die Figur 2007 zur Erinnerung an seine im KZ ermordeten Kameraden geschaffen. Um welche Flüssigkeit es sich dabei handelt, ist noch unklar. Die Kripo Schwabach sucht inzwischen nach den Tätern. Eine Anwohnerin am Rosengarten bemerkte am Sonntagmorgen die riesigen Flecken auf dem Mahnmal und verständigte die Polizei.
Die Feuerwehr konnte noch am Sonntag die schlimmsten Besudelungen beseitigen, nur auf der Bronzeskulptur selbst sind noch einige Farbreste zu sehen. Zum Glück ging die Sache halbwegs glimpflich aus, denn für Dienstag, den 11. Mai, war ein Besuch der "Arbeitsgemeinschaft verfolgte Sozialdemokraten" vorgesehen. Die Gruppe hatte vor, einen Kranz am Bocchetta-Mahnmal für die Opfer des KZs niederzulegen.
Auf den Tag genau vor drei Jahren war die Figur eingeweiht worden. Zudem ist der 8. Mai 2010 das Datum der 65-jährigen Beendigung des zweiten Weltkrieges. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass es sich dabei um eine politisch motivierte Tat handelt.
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| Farbanschlag in der Nacht vom 8. auf den 9.05.2010 |
KZ-Häftlinge reichen Hand zur Versöhnung
Ehemalige Häftlinge nutzten das Gedenkwochenende in Flossenbürg 23./24./25. April 2010, um am Samstag, dem 24. April 2010, auch Hersbruck zu besuchen. Die beiden überlebenden Häftlinge sind Ljubiša Letic aus Serbien mit Begleitung und Kazimierz Frączak aus Warschau in Polen mit seiner Gattin und seiner Enkeltochter. Der eine arbeitete im Stollenbau, der andere war unter Tage als Elektriker eingesetzt.
Beide hatten nur durch viele glückliche Umstände diese Zeit überstanden.
Der Bruder von K. Frączak mit Namen Marian hatte nicht das Glück. Er starb schon im Herbst 1944 im KZ Hersbruck. Zu dieser Gruppe gesellten sich zwei Familien von in Hersbruck zu Tode gekommenen Häftlingen: die Familie Focherini aus Italien mit 7 Personen und die Familie Mandalenic aus Slowenien mit 3 Personen.
Begleitet war die Gruppe von einer Dolmetscherin, einem serbischen Journalisten und dem Vertreter der Gedenkstätte Flossenbürg, Herr Ulrich Fritz.
Nach einer kleinen Gedenkfeier um 15 Uhr, bei der auch Vertreter der Kommunen, der Kirchen, einige interessierte Bürger der Stadt Hersbruck und Mitglieder des Vereins teilgenommen hatten, legten die beiden ehemaligen Häftlinge zusammen ein Blumenbukett vor dem Gedenkstein der Gewerkschaftsjugend auf dem ehemaligen KZ-Gelände zum Gedenken an ihre ermordeten Kameraden nieder.
Anschließend besichtigte die Gruppe zusammen das ehemalige KZ-Gelände und ließ sich die wesentlichen Orte erklären. Die beiden ehemaligen Häftlinge teilten den Teilnehmern mit, welche Eindrücke sie davon behalten haben, und sie verglichen sie mit dem heutigen Zustand des Geländes.
Sie drückten ihre Befriedigung darüber aus, dass jetzt wenigstens 5 Informationsstellen Auskunft über die ehemalige Benutzung des Geländes geben. Besonders erfreut zeigten sie sich über die Aussicht, dass in den kommenden Jahren ein Ausstellungspavillon errichtet werden soll, auf einen Grundstück neben dem ehemaligen KZ-Gelände.
Sehr beeindruckt waren sie auch von der „Skulptur ohne Namen“, die der ehemalige Häftling Vittore Bocchetta entworfen hat und die von der Stadt Hersbruck auch in der Nähe des KZ-Geländes am Eingang des Rosengartens aufgestellt worden ist.
Dann war es schon Zeit zur Fahrt nach Happurg, um dort die Stolleneingänge des Doggerwerks zu besichtigen.
Um 17 Uhr traf sich die Gruppe zusammen mit Vertretern der Öffentlichkeit aus Happurg vor dem Stolleneingang F. Jeder Anwesende hatte die Gelegenheit mit einem starken Strahler durch die einzig noch vorhandene Öffnung in den Stollengang F hineinzuleuchten.
Alle zeigten sich davon sehr berührt, besonders die beiden ehemaligen Häftlinge. Sie lauschten noch den Erläuterungen des Bauwerks, die der erste Vorsitzende des Vereins mit Hilfe von Plänen anschaulich machte.
Nachdem die Beteiligten noch lange untereinander die heutigen Eindrücke ausgetauscht hatten, musste unbedingt eine Pause eingelegt werden. Dazu suchte man das nahegelegene Café Ruff auf. Um 19 Uhr mussten die meisten der Gruppe zurück nach Flossenbürg fahren.
Die Familie Mandalenic blieb über Nacht und verbrachte noch etliche Zeit im Gespräch mit einigen Mitgliedern des Vereins. Die Familie Mandalenic hatte erst 14 Tage zuvor durch das Rote Kreuz erfahren, wo ihre beiden Verwandten in Deutschland zu Tode gekommen waren, nämlich in Hersbruck.
Die ehemaligen Häftlinge wie auch die Angehörigen zeigten sich sehr gerührt von der Veranstaltung und bedankten sich herzlich für die freundliche Aufnahme in Hersbruck.
Am Mittwoch darauf drückte auch Herr Fritz seinen positiven Eindruck von der Veranstaltung aus und übermittelte noch einmal den besonderen Dank der Beteiligten. „Unser Besuch ist unser Geschenk an die Stadt Hersbruck“, sagte Herr Frączak bei der kleinen Gedenkfeier und Herr Letic ergänzte: „Was gewesen ist, ist gewesen, es darf aber nie mehr auf der Welt vorkommen“.
Die Botschaft der beiden war ganz schlicht Versöhnung.
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| Bgm. Ilg, K. Fraczak, P. Schön, L. Letic und B. Stöber |
Kazimierz Frączak und Ljubiša Letic |
Die Gruppe vor dem Eingang F der Stollenanlage. |
Ausstellung Approbationsentzug 1938 im Krankenhaus Hersbruck
ergänzt durch einen Teil unserer Ausstellung 5. - 12.09.2009
Die Ausstellung erinnert an die jüdischen Medizinier der Region denen 1938 die Approbation durch die Nazis abgesprochen wurde (Berufsverbot).
In Hersbruck gab es zur Zeit des Dritten Reichs keine jüdischen Mediziner. Die Stadt war insofern auch nicht in dieses schädliche Berufsverbot verstrickt. Dennoch geschahen in Hersbruck schreckliche Verbrechen, denn die Stadt war 1944/45 ein KZ-Standort.
Die Dokustätte Hersbruck wurde deshalb vom veranstaltenden Verband "Ärzte für den Frieden" eingeladen um mit einem Teil ihrer Ausstellung die Veranstaltung zu ergänzen. Der Verein zeigte einige seiner Ausstellungstafeln, sowie durch Fundstücke.
Besuch der französischen Gruppe "Association des Déportés de Flossenbürg"
am 1. August 2009 in Hersbruck
Eine Abordnung dieser französischen Gruppe besuchte auf ihrer traditionellen "Pelerinage" auch in diesem Jahr wieder Hersbruck, um an den verschiedenen Mahnmalen in Hersbruck, Schupf und Hubmersberg ihrer ermordeten Angehörigen zu gedenken. In Hersbruck wurden sie von Bürgermeister Plattmeier empfangen, in Happurg begleitete sie Bürgermeister Brückner bei ihrem Gang zur Gedenkplatte zum Eingang des Stollens F.
Einige Mitglieder des Vereins begleiteten dabei die französische Gruppe.
Zug der Erinnerung am 10. Mai 2009 in Hersbruck
Seit etwa 2 Jahren fährt dieser Zug durch Deutschland. In seinen Waggons wird auf berührende Weise an die vielen Hunderttausende von Kindern erinnert, die aus ganz Europa zur Vernichtung nach Auschwitz geschickt worden waren.
Am Sonntag, 10. Mai 2009, machte dieser Zug für einen Tag halt in Hersbruck. Diese ursprünglich nicht vorhergesehene Zwischenstation war einer Bürgerinitiative aus Hersbruck und dem Landkreis Nürnberger Land zu verdanken, die dafür kurzfristig die Organisation und das finanzielle Risiko auf sich genommen hatten. Bei dem Aufenthalt in Hersbruck war die Ausstellung zu dem Thema Deportation mit Beiträgen aus regionaler Sicht begleitet.
Ein ökumenischer Gottesdienst am Vorabend vor den Doggerstollen stimmte auf die Thematik ein.
Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Hersbrucker Bürgermeisters, Landrat Kroder sprach ein Grußwort. Moderiert wurde die Veranstaltung von Marianne Ermann von der Flüchtlingsinitiative Hersbruck. In der Ausstellung waren nicht Bilder des Grauens zu sehen, sondern Dokumente und Fotos der deportierten Kinder und ihrer Familien, als sie noch mitten im Leben standen. Und es wurde auch aufgezeigt, wie damals Verantwortliche der Reichsbahn nach dem Krieg unbehelligt bei der Deutschen Bahn wieder arbeiten konnten. Drei pädagogische Zugbegleiter standen für Gruppenführungen bereit. Zu sehen war auch die Ausstellung zum KZ Hersbruck, vorgestellt von der Doku-Stätte Hersbruck. Ferner fanden Führungen zum ehemaligen KZ-Gelände und zu dem Doggerwerk statt. Zu jeder vollen Stunde wurde der Film „KZ Hersbruck und das Doggerwerk“ der Doku-Stätte gezeigt. Die Blumen, welche Besucher mitgebracht hatten, wurden zum Abschluss der Veranstaltung zum Bocchetta-Denkmal gebracht und zu Ehren der deportierten Kinder und der ehemaligen KZ-Häftlinge niedergelegt.
Etwa 1000 Besucher hatten sich bei diesem Tag des Erinnerns in Hersbruck eingefunden. Der Zug der Erinnerung wird noch bis Dezember 2009 in Deutschland unterwegs sein. Die ungewöhnliche Darstellungsform und der einfache Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart machte die Präsentation gerade auch für Jugendliche nachvollziehbar. Ausdrücklich soll hier noch einmal Armin Götz vom Reisebüro IGE-Reisebahnhof gedankt werden, der das Gelände und den Gleisanschluss kostenlos für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte.
Gedenkfeier 27. Januar 2009
Der "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" wurde am 27. Januar 2009 von den Hersbrucker Kirchen und dem Verein Dokumentationsstätte KZ Hersbruck gestaltet. Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes fand in der Spitalkirche eine Gedenkfeier statt. Im Mittelpunkt stand das Gedicht "Die letzte Epiphanie" von Werner Bergengruen. Es wurde 1944 verfasst und gilt als eines der zentralen Dokumente des inneren Wiederstands gegen die Nazis. Außer den Gebeten der Geistlichen Christian Odefey und Rainer Zimmerschitt gedachte Angela Henke in Fürbitten der NS-Opfer, insbesondere in Hersbruck und Umgebung. Hans Meixner, Hersbrucker Polizeichef, und Klaus Wiedemann von der Dokumentationsstätte Hersbruck mahnten u. a. an Verantwortung für die Zukunft und um Wachsamkeit und Engagement, wo Menschen abgewertet werden. Musikalisch umrahmt wurden die Textteile durch Stücke von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Schweigend gingen die über 70 Besucher danach mit Kerzen in der Hand - als Symbol der Hoffnung - zum Bocchetta-Mahnmal im Rosengarten. Dort las Wilhelm Henke aus den Erinnerungen des KZ-Häftlings Bernt Engelmann vor.
Auch in der lokalen Presse fand die Veranstaltung eine angemessene Würdigung.
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| Ursula Clasen, Wilhelm Henke, Klaus Wiedemann und Rainer Zimmerschitt gedachten an der Bocchetta-Skulptur der NS-Opfer. |
KZ-Hersbruck und das Doggerwerk - Ausstellung und Filmvorführung in der Realschule Gräfenberg
Am Montag, 10. November 2008, fand am Abend eine Kooperationsveranstaltung der Stadt Gräfenberg, des Bürgerformus Gräfenberg, des Medienladens e. V. Nürnberg und der Dokumentationsstätte KZ-Hersbruck in der Gräfenberger Realschule statt. Nach den einführenden Worten von Bürgermeister Wolf, Schulrektor Maas und Peter Schön, dem Vorsitzenden des Hersbrucker Gedenkstättenvereins, zeigte Gerhard Faul, ein Mitglied des Vereins und Vertreter des Medienladens, seinen Film zu diesem Thema. Danach ergänzte P. Schön die Darstellung des Films durch einen Lichtbildervortrag und ging auf den aktuellen Entwicklungsstand der Gedenkstätte Hersbruck ein. Nach dem Rundgang durch die Austellung fand noch ein reger Gedenkenaustausch zwischen den Besuchern und den Vertretern der Veranstaltung statt.
Mit der Veranstaltung soll präventiv rechtsextremen Einstellungen vorgebeugt werden. Am Beispiel der Leiden der Gefangenen des Konzentrationslagers Hersbruck wird deutlich wohin Intoleranz, Ausgrenzung und Rassismus führen.
Trotz des ungünstigen Termins war diese Veranstaltung mit etwa 60 Personen gut besucht.
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| Das Publikum beim Vortrag | Die Ausstellung vor der Veranstaltung |
Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen im Raum Hersbruck/Happurg - Gedenkfeier am 8.11.08 in Schupf
Seit etwa 20 Jahren lädt der ehemalige Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Dr. Helmut Ritzer, zur Gedenkfeier im Wald bei in Schupf. Die SS hat in Schupf etwa 1000 Leichen verbrannt - Leichen aus dem KZ-Förrenbach und dem KZ-Hersbruck. In den Wintermonaten 1944-45 waren so viele Häftlinge im KZ-Hersbruck und auch im Lager Förrenbach gestorben, dass die Krematorien nicht mehr in der Lage waren, alle Leichen zu verbrennen. 1950 hatte der Landkreis eine große, steinerne Aschenurne aufstellen lassen, in der die Reste der verbrannten Häftlinge bestattet wurden. Heute findet jedes Jahr am 9. November zu ihrem Gedenken die obengenannte Feier statt.
Als Gastredner hatte Dr. Ritzer in diesem Jahr den Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch gewonnen. In seiner eindrucksvollen Rede wies Herr Bartsch auf die Notwendigkeit von solchen Veranstaltungen und auf die Notwendigkeit der Erinnerungsarbeit im Allgemeinen hin.
Viele prominente Politiker und Träger von öffentlichen Funktionen, sowie auch viele interessierte Bürger, darunter einige Mitglieder unseres Vereins, waren zur Veranstaltung gekommen. Mit einer Kranzniederlegung der Vertreter der fünf im Bezirkstag vorhandenen Parteien und dem Segen der Vertreter der verschiedenen Konfessionen endete die Veranstaltung. Muskialisch wurde die Feier vom Posaunenchor Kainsbach/Schupf umrahmt.
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| Dr. Ritzer bei seiner einführenden Rede | Die Vertreter der Kirche und der Posaunenchor vor dem Urnendenkmal |
Anschließend: Ausstellung über das KZ-Hersbruck und die Doggerstollen
Im Rahmen der 950-Jahrfeier der St. Georgskirche Happurg zeigte unser Verein seine Ausstellung bei der evangelischen Kirchengemeinde in Happurg.
Nach der Begrüßung von Gastgeber Pfarrer Schiffner eröffnete Bezirkstagspräsident Bartsch mit einer kleinen Rede die Ausstellung. Dr. Alexander Schmidt, Vertreter der Gedenkstätte Flossenbürg, ging in seiner Rede auf die Zusammenhänge zwischen dem KZ-Zentrallager Flossenbürg und seiner Außenstelle KZ-Hersbruck ein. Der Vereinsvorsitzende Peter Schön erläuterte die Ausstellung mit einem Lichtbildvortrag. Die Darstellung des Lagers Förrenbach übernahm die Studentin Nicole Czelhan, die vor drei Jahren noch als Schülerin eine Facharbeit zum Thema "Lager Förrenbach" verfasst hat. Danach hatten die Besucher Gelegenheit zum Rundgang durch die Ausstellung und zu Gesprächen mit den Veranstaltern.
Beide Veranstaltungen waren erstaunlich gut besucht.
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| Hr. Barsch bei der Eröffnung der Veranstaltung | Erläuterung der Ausstellung durch Peter Schön |
Bericht von der Jahreshauptversammlung am 17. März 2008
Der 2. Vorsitzende P. Schön berichtete von verschiedenen Vorgängen aus der Geschäftsstelle und über die Aktivitäten des Vereins 2007.
Dabei hervorzuheben ist der Vortrag vor einer Bundeswehreinheit zum Thema KZ Hersbruck und Doggerwerk am 1. Februar 2007, sowie der anschließende Besuch auf dem Gelände des ehemaligen KZs und eine Fahrt zu den Doggerstollen.
Am 8. Mai 2007 war die Einweihung des Bocchetta-Denkmals am Rosengarten.
Am 22. Juni 2007 waren zwei Mitglieder des Vereins bei der Eröffnung der neuen Ausstellung in Flossenbürg zugegen. Anschließend kam es zu einer anrührenden Begegnung mit einem ehemaligen Häftling, den wir bis dahin noch nicht kannten: Ljubisa Letic aus Novi Sad in Serbien.
Im November 2007 und Januar 2008 fanden die traditionellen Gedenkfeiern in Schupf und Hersbruck statt.
Die Hauptaktivität des Vorstandes bestand in dem Bemühen um die Erstellung eines Ausstellungs-und Erinnerungspavillons auf dem ehemaligen KZ-Gelände. Weitere Bemühungen bestanden im Kontakt mit verschiedenen ehemaligen Häftlingen und deren Angehörigen, darunter der Besuch der französischen Gruppe, traditionell im Juli.
Eine kleine Gedenkfeier für Alfred Nerlich fand am 22. Dezember 2007 statt.
Soweit der Auszug mit den wichtigsten Aktivitäten.
Das Projekt Pavillon nimmt jetzt offensichtlich Gestalt an, denn im Frühjahr 2008 übegab die Stadt Hersbruck an die Stiftung Bayerischer Gedenkstätten ein Grundstück von ca. 500 qm. Der Vertreter der Stiftung, Dr. Alexander Schmidt, berichtete uns auch davon, dass eine staatliche Baubehörde aus Weiden die Planung und Durchführung übernehmen wird. Wir hoffen, dass wir bei der Planung eingebunden werden.
Als zweiter wichtiger Punkt stand die Neuwahl des Vorstandes auf dem Programm:
1. Vorsitzender ist Peter Schön, 2. Vorsitzender Klaus Wiedemann. Als Kassenprüfer hat sich dankenswerterweise Günther Seiz weiterhin zur Verfügung gestellt. Der bisherige 1. Vorsitzende Konrad Tzschentke sicherte seine weitere Mitarbeit als Beisitzer im Vorstand zu. Als weitere Beisitzer wurden Wilhelm Altmann und der frühere 2. Vorsitzende Wilhelm Henke gewählt.
Im Jahr 2008 sollen Bemühungen des Vereins auf ähnlichen Feldern wie bisher stattfinden. Dabei sollte die Öffnung der Doggerstollen auch wieder ins Blickfeld genommen werden. Die Arbeit mit Schülergruppen und anderen Jugendgruppen werden als zukunftsweisende Maßnahmen dabei nicht vergessen. Auch Aktionen gegen Rechtsradikale, die sich bei uns in der Region schon bemerkbar gemacht haben, sollen auf dem Programm stehen.
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| P. Schön und K. Tzschentke bei der "Amtsübergabe" |
Der neu gewählte Vorstand |
Gedenkfeier 27. Januar 2008
Der 27. Januar ist in Deutschland seit 12 Jahren der "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus".
In Hersbruck fand 2008 zu diesem Tag eine Gedenkfeier im Rahmen eines ökomenischen Gottesdienstes statt, zu dem die Hersbrucker Kirchen sowie der Verein Dokumentationsstätte Hersbruck einluden. Die Veranstaltung begann um 17:00 Uhr in der gotischen Spitalkirche und hatte zum Inhalt ein Erinnern an die Geschehnisse im ehemaligen KZ Hersbruck. Bei der diesjährigen Feier stand der ehemalige Häftling Vittore Bocchetta im Mittelpunkt, der eine Skulptur zum Gedenken an die Opfer in Hersbruck entworfen hatte.
Eine Darbietung von Psalmen und Fürbitten, verlesen durch verschiedene Sprecher, schloss sich daran an, ebenso wie der Vortrag des Gedichts von B. Brecht "Kinderkreuzzug". Umrahmt wurden die Textteile durch Musikstücke mit Cello und Orgel sowie durch Gemeindelieder. Etwa um 18:00 Uhr begab man sich in einem Schweigemarsch mit Kerzen in der Hand zum Rosengarten, in dem die Bocchetta-Skulptur seit einem Jahr aufgestellt ist. Dort wurde ein Text von V.Bocchetta verlesen, der erst vor kurzem im italienischem Fernsehen gesendet worden war. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Taizé-Lied "Im Dunkel der Nacht".
Die Veranstaltung war sehr gut besucht (etwa 120 Personen), auch von lokalen und regionalen Politikern, und fand großen Anklang bei allen Beteiligten aufgrund ihrer gelungenen Darbietungen und ihres stimmungsvollen Rahmens. Auch in der lokalen Presse fand die Veranstaltung eine angemessene Würdigung.
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| Gedenkgottesdienst in der Spitalkirche |
Vor der Skulptur von Vittore Bocchetta |
Gedenkfeier in Schupf am 3. November 2007
Am Samstag, dem 3. November 2007, lud der ehemalige Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Dr. Helmut Ritzer, in Schupf am Gedenkstein zur alljährlichen Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus ein. Als Hauptredner trat der Vorgänger von Dr. Ritzer, Berthold Kamm, in Aktion. Sein Hauptanliegen war der Kampf gegen rechtes Gedankengut. In einer bewegenden und sehr anschaulichen Rede zeigte er die Möglichkeiten solcher Aktivitäten auf. Etwa 100 Personen aus Politik und Öffentlichkeit trafen sich trotz des unangenehmen Nieselwetters zu der traditionellen Veranstaltung.
Im Anschluss daran fand eine Veranstaltung der Dokumentationsstätte KZ Hersbruck im Saal der Gaststätte "Stern" in Schupf statt, zu der die Anwesenden der Gedenkfeier herzlich eingeladen waren. Das Thema beinhaltete Informationen über die schrecklichen Geschehnisse während der NS-Zeit im Raum Hersbruck, Happurg, Förrenbach und Schupf. Diese waren auch Anlass für die vorangegangene Feierlichkeit am Mahnmal in Schupf gewesen. Der Vorstand der Dokustätte stellte in einem kurzen Vortrag, veranschaulicht durch Lichtbilder, die Ereignisse von damals dar und legte dabei den Schwerpunkt auf den Raum Förrenbach/Schupf.
Im Anschluss wurde ein Film gezeigt, in dem der kürzlich verstorbene Alfred Nerlich, der selbst Häftling im KZ Hersbruck war, das Gelände des ehemaligen Lagers begeht und dabei seine Eindrücke und Erinnerungen darlegt. Alfred Nerlich hat selbst noch bei der Gedenkveranstaltung am Mahnmal in Schupf im Jahre 2005 eine Rede gehalten, in der er sozusagen sein politisches Vermächtnis der Öffentlichkeit vermittelte. Der Text seiner Rede und ein Bild des Verstorbenen konnten im Anschluss zusammen mit der Ausstellung der Dokustätte Hersbruck zum Thema "KZ-Hersbruck und Doggerstollen-Happurg" betrachtet werden.
Auch diese Veranstaltung im Gasthaus "Stern" war mit mit ca. 40-50 Personen erstaunlich gut besucht. Sie endete in Gespräch mit Gedankenaustausch.
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| Vortrag im Gasthaus Stern in Schupf |
22. Juli 2007
Begegnung mit dem ehemaligen Häftling Lubischa Letic Anläßlich der Einweihungsfeier der neuen Ausstellung der Gedenkstätte Flossenbürg am 22. Juli 2007 kam es zu einer anrührenden Begegnung des 2. Vorsitzenden der Dokumentationsstätte KZ-Hersbruck, Peter Schön, mit dem ehemaligen Häftling L. Letic. Herr Letic hat die letzten Monate des Krieges im KZ-Hersbruck durchlitten. Er wurde im April 1945 auf dem Todesmarsch nach Dachau in Schmidtmühlen von den Amerikanern befreit. Der Verein steht seit der Einweihungsfeier mit Herrn Letic in Verbindung.
Bundesaußenminister Steinmeier, der damalige Bayerische Ministerpräsident Stoiber und der Präsident der Ukraine Jewtuschenko waren neben Jack Terry, dem Sprecher der Häftlingsvereinigung, die Festredner der Veranstaltung.
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| Jack Terry bei seiner Rede vor der Festversammlung. |
Die Festversammlung bei der Enthüllung zweier Gedenkplaketten für ermordete englische und französische Widerstands- kämpfer. |
08. Mai 2007Enthüllung der Skulptur "Ohne Namen" von Vittore Bocchetta
Mit zahlreichen Ehrengästen und unter Anteilnahme vieler Bürger wurde am Dienstag die Skulptur "ohne Namen" von Vittore Bocchetta im Rosengarten von Hersbruck enthüllt. Der italienische Bildhauer und Hochschullehrer überlebte als einziger seiner Wiederstandsgruppe aus Verona die Strapazen des Hersbrucker KZs. Auf dem Todesmarsch Richtung Dachau im April 1945 konnte er zusammen mit einem französischen Mithäftling fliehen. Zu seinem Glück fiel er in die Hände von britischen Armeeangehörigen und wurde von ihnen vor dem Erschöpfungstod gerettet.
Nach langem Hin- und Her, über welchem Prof. Bocchetta beinahe seine Mitarbeit aufgekündigt hatte, konnte im Mai dieses Jahres endlich das Mahnmal eingeweiht werden. Die Ausführung des Mahnmals wurde durch Spenden von einzelnen Privatpersonen und einigen Kulturstiftungen ermöglicht werden.
Das Kunstwerk ist sowohl hinsichtlich des Entwurfs und der Ausführung wie auch hinsichtlich der Einbettung in die Landschaft als gelungen zu bezeichnen. Die Skulptur stellt in stark stilisierter Form einen Häftling am Ende seiner Kräfte dar. Die Figur selbst ist aus Bronze gefertigt und ruht auf einem Korpus aus Granit, der aus dem berüchtigten Steinbruch in Flossenbürg stammt.
Das Mahnmal stellt eine Bereicherung für die Stadt Hersbruck dar.
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| Prof. Bocchetta bei seiner Ansprache |
Publikum bei der Enthüllung |
2006
Prof. Vittore Bocchetta, geb.1918 wurde als Mitglied einer Widerstandsgruppe in Verona
verhaftet und kam über die Lager Bozen, Flossenbürg in das KZ Hersbruck. 1945 konnte er bei Auflösung des Lagers auf einem Todesmarsch bei Schmidtmühlen/Obpf. fliehen. Er lebte nach dem Krieg in Argentinien, Venezuela und seit 1958 in USA als
Literaturwissenschaftler, Bildhauer und Maler. Bei der Vorstellung seines Buches "Jene fünf verdammten Jahre" in deutscher Auflage in Hersbruck, wurde er seitens der Stadt Hersbruck gebeten, einen Entwurf für ein Mahnmal für die KZ Opfer anzufertigen. Der von ihm vorgelegte Entwurf wurde vom Stadtrat u.a. wegen seiner Größe von 6,5 Metern abgelehnt. Ende Juni stimmte der Stadtrat einem von drei neuen Entwürfen zu. Diese Skulptur soll auf der neu zu schaffenden Kulturmeile zwischen dem Eingang zum Thermalbad und der Turnhalleninsel aufgestellt werden. 2006
Die geplante Öffnung der Doggerstollen wird trotz größter Anstrengungen in abse
hbarer Zeit nicht stattfinden. Die zuständigen Fachbehörden halten dieses Projekt durch einen privaten Verein für nicht durchführbar. Nur in einer kompetenten Betreuung durch die Stiftung Bayerischer Gedenkstättenstiftung dürfte in einigen Jahren dieser wichtige Lernort zugängig gemacht werden. Wir sind jetzt bereits im Jahr 2008, und im Hinblick auf das Projekt "Stollenöffnung" hat sich noch immer nichts getan. Es war und ist der größte Wunsch ehemaliger Häftlinge - eine Würdigung des ungeheueren Unrechts und Leids, das ihnen zugefügt wurde - die Eröffnung solcher Gedenkstätten zu erleben. Inzwischen gibt es nur noch drei noch lebende ehemalige Häftlinge. Auch Monsieur Roger Caillé, der auf den nebenstehenden Bildern zu sehen ist, verstarb im Juli 2008.
2006

Anlässlich des Besuches der ASSOCIATION DES DÉPORTÉS ET FAMILIES DES DISPARUS DU CAMP DE CONCENTRATION DE FLOSSENBÜRG & KOMMANDOS hat Monsieur Caillé am 16. Juli 2005 die erste Hinweistafel zum Zugang zu den Doggerstollen am Marktplatz in Happurg angebracht.
17. August 2001 - Bericht der Hersbrucker Zeitung "Neues Leben in altem Gemäuer"
HERSBRUCK (kohl) - Die Stadt hat den Wildzirkelturm am Mauerweg saniert und darin zwei Arbeitsräume für den Verein "Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V." eingerichtet. Außerdem kann man durch diesen Turm nun auf den Wehrgang der Stadtmauer steigen, der voriges Jahr restauriert worden ist. "Ich meine, wir haben eine gute, sinnvolle Nutzung gefunden für einen Teil unserer Geschichte", sagte Bürgermeister Wolfgang Plattmeier, als er den Turmschlüssel an den Vereinsvorsitzenden Konrad Tzschentke übergab. Im Wildzirkelturm, der noch viele Besucher sehen wird, begegnen sich nun Hersbrucker Geschichte aus dem Mittelalter und aus der NS-Zeit.
"Wir müssen deutlich machen, dass die Zeit zwischen 1933 und 1945 eine Zeit war, die sich nicht wiederholen darf", sagte Plattmeier. Dazu dient die Arbeit des Vereins, dem die Stadt im Turm zwei kleine Zimmer mietfrei überlässt. Um die Einrichtung muss der Verein sich allerdings selber kümern. Er trägt auch die Kosten für Gas, Wasser und Strom.
Durch den Wildzirkelturm führt nun eine Treppe hinauf zum Wehrgang, der voriges Jahr mit Stadt- und Spendengeldern und dem Erlös einer Tombola saniert worden ist. Der Bürgermeister versprach, dass der Gang künftig von Anfang April bis Ende September tagsüber für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Frau, die seit vielen Jahren im Spitaltor wohnt, soll die Zugänge am Wildzirkel- und Spitaltorturm um 10 Uhr auf- und um 19 Uhr zusperren.
Durch städtische und private Initiativen hat sich der Bereich um die nördliche Stadtmauer in den letzten Jahren stark gemausert. Plattmeier lobte das Engagement von Dr. Anna M. Scholz für Kunstmuseum und Skulpturengarten und erinnerte an eine kommunale Maßnahme, die eng damit zusammenhängt: "Die Stadt hat im Graben Grundstücke gekauft und mit Städtebaufördermitteln – gegen den Widerstand einiger weniger - gestaltet." Das von Norbert Thiel umgebaute Haus am Spitaltor füge sich schön ein, und das Teuchert-Anwesen sei recht ordentlich geworden, befand der Rathauschef.
23./24. Juli 2001 Besuch ehemaliger Häftlinge aus Frankreich
Bericht der Hersbrucker Zeitung vom 28.07.01
Franzosen am KZ-Mahnmal
Auf ihrer Jahresreise zu den ehemaligen Konzentrationslagern besuchte eine Abordnung der französischen Association de Flossenbürg auch wieder Hersbruck. Stationen waren die - bis 17. August verlängerte - Ausstellung in der Sparkasse, das KZ-Mahnmal an der Amberger Straße und das ehemalige Lagergelände um das heutige Amt für Landwirtschaft.
Etwa 40 Personen umfasste die französische Reisegruppe; dabei waren neben ehemaligen KZ-Insassen und deren Angehörigen auch Jugendliche, die an dieser Rundfahrt als Anerkennung für gute Leistungen in einem Wettbewerb an französischen Schulen zum Thema "Frankreich während der Nazi-Zeit" teilnehmen durften.
Als Abgeordneter der Stadt Hersbruck und in Vertretung des Bürgermeisters begrüßte Stadtrat Paul Kornmeyer die Abordnung an der Gedenktafel. Verkehrsamtsleiterin Petra Hoffmann übergab Gutscheine für ein Bratwurstessen in der Gaststätte Michelsberg.
Gruppe war tief bewegt
Michel Glisson, Vizepräsident der Association de Flossenbürg, bestätigte in seiner Ansprache, dass die Gruppe tief bewegt sei von der Ausstellung der Dokumentationsstätte KZ Hersbruck in der Sparkasse. Es sei beachtlich, wie eindrucksvoll der Verein das wenige zur Verfügung stehende Material aufgearbeitet habe. Während die französische Nationalhymne abgespielt wurde, legten Vertreter der Delegation einen Kranz an dem Mahnmal nieder.
Im Anschluss an die kurze ergreifende Zeremonie versammelte sich die Abordnung auf dem ehemaligen KZ-Gelände neben dem Amt für Landwirtschaft. Roger Caille, ein ehemaliger KZ-Häftling in Hersbruck, zeigte, wo damals die Unterkunftsbaracken standen und berichtete von seinen leidvollen Erlebnissen jener Zeit. Er erzählte, dass nur drei von insgesamt 180 Franzosen die Lagerzeit überlebt hätten. Er selbst habe sich bei den Arbeiten an den Happurger Doggerstollen absichtlich den Zeigefinger seiner linken Hand von einer Lore zerquetschen lassen, um ins Krankenrevier zu kommen. Sein Körpergewicht habe nur noch 35 kg betragen. "Ich war dünn wie eine Fischgräte", berichtete er. Nur glückliche Umstände hätten ihm das Leben gerettet. Nach der Bombardierung des Hersbrucker Lagers zu Ostern 1945 war er nach Dachau verlegt worden, wo er am 29. April 1945 von Soldaten der US-Armee befreit wurde.
Wie geht man heute damit um?
Den letzten Wandertag des Schuljahres nutzten die Kollegiaten und Kollegiatinnen des Paul-Pfinzing-Gymnasiums mit ihren Kursleiterinnen Mergler und Fickel zu einer Exkursion zum Gelände des früheren KZ Hersbruck. Viele zeigten sich erstaunt über die Ausmaße des Lagers an der Amberger Straße. Dank der exzellenten Führung von Wilhelm Henke vom Verein Dokumentationsstätte KZ Hersbruck konnten die Örtlichkeiten genau erfahren oder besser gesagt ergangen werden. Mit gelber Farbe wurden nämlich die Wachtürme und die Eckpunkte des Lagers exakt auf dem heute ja vollständig anderweitig genutzten Gelände markiert.
Zu einer ersten Information dienten der Videofilm von Gerhard Faul und ein einführendes Gespräch mit H. Henke, das den Schülern Zugang zur Zeit des Nationalsozialismus ermöglichte. Immer wieder wurde auch die Frage der Gedenk-Arbeit diskutiert. Sollte man z.B. einen Wachturm rekonstruieren oder stört das vielleicht so nahe am geplanten Thermalbad? Wäre es richtig, an Stelle des Kreuzes, das in der heutigen Siedlung Erlenstraße stand, eine Gedenktafel aufzustellen oder zumindest an den Lagergalgen in irgendeiner Form zu erinnern?
Unerwartet war allerdings für die ganze Gruppe das spontane, sich recht emotional entwickelnde Gespräch mit einer Hersbrucker Bürgerin, die zufällig anwesend war. Es machte allen bewusst, wie wenig die Thematik KZ Hersbruck in der Bevölkerung noch aufgearbeitet ist. Dass dies in einem Miteinander von Jugend und alten Menschen gelingen kann, dazu lieferte die gesamte Veranstaltung einen guten Beitrag.
Georg Bauer
07. Juli 2001 Rock gegen Rechts
Der Arbeitskreis "Rock gegen rechts" in Hersbruck hat am 07.07. 2001 auf der Wiese hinter dem Jugendzentrum in Hersbruck ein Konzert organisiert! Der Erlös in Höhe von 1000.- DM wurde dem Verein Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V. bei der Begleitveranstaltung zur Ausstellungseröffnung am 12. Juli 2001 übergeben.
- VIELEN DANK!
Die Mitglieder des AK "Rock gegen Rechts" sind
Hannes Plattmeier, Florian Reif, Martin Thiemann, Phillpp Schwarm, Jörg Habermann, Sebastian Zemzcak, Sebastian Wild, Michael Arnold
Im Vorfeld der Veranstaltung erreichten uns diese persönlichen Sätze:
Wir wollen zeigen, dass auch Jugendliche sich aktiv gegen Rechtsradikalismus engagieren.
Wir bedanken uns für finanzielle, aber auch ideelle Unterstützung bei allen Sponsoren. Weiter sind wir über die spontane Bereitstellung des Veranstaltungsortes durch das JUZ Hersbruck froh, da uns die erhoffte Location im Paul-Pfinzing-Gymnasium verwehrt wurde.
Folgende Bands sind aufgetreten:
The Robocop Kraus, The Cherryville, mildblumig, Andersch, Dubios, The Plane is on Fire, Dr.Caligari
05. Juli 2001 Ausstellungseröffnung
Die Ausstellung ist vom 5. Juli bis zum 3. August 2001 in der Kundenhalle der Sparkasse Hersbruck zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 15,30 Uhr, Donnerstag bis 18 Uhr
Weitere Termine sind in Planung und werden rechtzeitig bekannt gegeben.
31. Mai 2001 Berichterstattung zum Panorama-Beitrag vom 10.Mail 2001
Das Polit-Magazin strahlte am 10. Mai 2001 einen Beitrag zum Umgang mit der deutschen NS-Geschichte aus. Darin wurde auch Hersbruck erwähnt. Der "Runde Tisch für Zivilcourage - gegen Rechtsextremismus und Gewalt" in Hersbruck diskutierte über die etwas einseitige Darstellung.
September 2000 Bezug der Geschäftsräume
Im September 2000 konnte der Verein ein leerstehendes Haus der Stadt Hersbruck beziehen, das uns gegen Übernahme der Unkosten überlassen wurde.
Dieses Haus soll im Oktober 2001 jedoch abgerissen werden, so dass wir bis dahin neue Geschäftsräume benötigen. Die Stadt Hersbruck hat bereits die Räume des "Wildzirkelturmes" im Mauerweg für eine Nutzung durch den Verein in Aussicht gestellt.
16. März 2000 Premiere des Film "KZ Hersbruck - und das Doggerwerk"
Die überarbeitete Fassung des Filmes von 1992 musste wegen des großen Andranges am 21. März nochmals gezeigt werden. Die neuesten Informationen zum KZ Hersbruck wurden verarbeitet und neue Interviews mit ehemaligen KZ-Insassen geführt.
09. Juni 1999 Gründung des Vereins "Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e. V."







