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Deckblatt Nerlich  

Ein Zeitzeugenbericht

- Gefangenschaft in den Konzentrationslagern Groß-Rosen und Hersbruck
- Flucht auf dem Todesmarsch 


von Alfred Nerlich

 

 

Herausgegeben von der Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e. V., bearbeitet von Peter Schön

Erscheinungsjahr 2009

 

Das Geheft umfasst 20 Seiten DIN A 4 und ist über die Dokustätte KZ Hersbruck zum Preis von 8 Euro erhältlich.

 

Alfred Nerlich stammte aus dem schlesisch-polnischen Grenzgebiet und wurde im August 1940 von der Gestapo Glogau verhaftet. Er verbrachte zunächst 2 Jahre im Gefängnis in Glogau. Anschließend wurde er ohne Verurteilung in das KZ Groß-Rosen überführt. Anfang 1945 wurde das KZ Groß-Rosen evakuiert und Alfred Nerlich kam mit 1.500 Leidensgenossen Mitte Februar 1945 in das KZ Hersbruck. Nach seiner Befreiung Ende April 1945 blieb Alfred Nerlich weiterhin in Hersbruck. Dort starb er im Jahr 2006 im hohen Alter von 95 Jahren. Im Jahr 1999 hat er seine schrecklichen Erlebnisse während der Gefangenschaft niedergeschrieben, die die Grundlage dieses Textes bilden.


Sklavenarbeiter für den Endsieg  

Sklavenarbeiter für den Endsieg

KZ Hersbruck und das Rüstungsprojekt Dogger 


von Gerhard Faul mit einem Beitrag von Dr. Eckart Dietzfelbinger

 

 

Ab 1943 gelten die alliierten Luftangriffe vor allem der deutschen Rüstungsproduktion. Die NS-Führung beginnt mit der Verlegung kriegswichtiger Fabriken in geschützte unterirdische Räume. Priorität hat die Herstellung von Jagdflugzeugen.
35 Kilometer östlich von Nürnberg soll im Berg Houbirg ein Stollensystem zur Produktion von Flugzeugmotoren der Firma BMW entstehen. Das Projekt steht unter Leitung der SS und erhält die Tarnbezeichnung 'Dogger'. Im Mai 1944 beginnen die Arbeiten. Viele namhafte Baufirmen aus ganz Deutschland erhalten Aufträge.
Auf halber Höhe der Houbirg beginnt an mehreren Stellen gleichzeitig der Stollenausbruch. Unten im Tal entsteht beim Dorf Happurg ein umfangreicher Bauhof. Eine neue Bahnlinie wird den Berg hinauf gebaut. Neben deutschen Ingenieuren und Technikern arbeiten SS-Sträflinge und Fremdarbeiter für das Rüstungsprojekt. Doch die überwiegende Mehrzahl der Arbeitskräfte sind KZ-Häftlinge. Sie müssen den gesprengten Abraum aus den Stollen schaffen. Zur Unterbringung der Häftlinge lässt die SS am Stadtrand von Hersbruck direkt neben dem städtischen Freibad ein Konzentrationslager errichten. Im Februar 1945 sind fast 6000 Menschen in dieses Lager gesperrt. Es ist das drittgrößte KZ in Süddeutschland. Kurz bevor die Produktion in den ersten Stollen beginnen soll, rücken Mitte April 1945 amerikanische Truppen auf Hersbruck vor. Für die KZ-Häftlinge beginnt der Todesmarsch Richtung Alpen. Fast jeder zweite Häftling überlebt das mörderische Arbeitstempo nicht, stirbt durch herabbrechendes Gestein, an Krankheiten wie Typhus und Ruhr.
Bis Kriegsende ist eine gitterförmige, insgesamt vier Kilometer lange Anlage in der Houbirg entstanden. Die betonierten Stollen befinden sich heute in einem gut erhaltenen Zustand.

 

 

176 Seiten - mit vielen Abbildungen und Plänen

ISBN 3-00-011024-0

Preis: 15 Euro



Wieviel Umgang braucht die Vergangenheit  

KZ Hersbruck: Wieviel Umgang braucht die Vergangenheit?

 

Dokumentarfilm von Gerhard Faul, Stephan Muffat, Harald Oelschlegel, Winfried Schuhmann, Gerd Vanselow 1992


KZ Hersbruck - und das Doggerwerk  

Konzentrationslager Hersbruck - und das Doggerwerk

 

Überarbeiteter Dokumentarfilm von Gerhard Faul, Medienladen e.V. 1999


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