Arbeitsgemeinschaft verfolgter Sozialdemokraten besucht Hersbruck

Besuch der Sozialdemokraten

Kranzniederlegung

Am 11.05. besuchte die Arbeitsgemeinschaft verfolgter Sozialdemokraten Hersbruck um hier ihre Jahreshauptversammlung abzu­halten. Bei dieser Gelegenheit legte man einen Blumenkranz für die Opfer des ehema­ligen KZs Hersbruck am Bocchetta-Mahnmal am Eingang des Rosengartens nieder.
Die eine Hälfte der Gruppe ließ sich vom Vorsitzenden unseres Vereins die ehemalige KZ-Anlage erklären, während die andere Hälfte in der Innenstadt eine kleine Stadtführung mit Herrn Wiedemann, dem 2. Vorsitzenden, durch die Altstadt von Hersbruck erhielt, wobei auch die Geschäftsstelle des Vereins im ehema­ligen Stadtmauerturm besucht wurde.
Anschließend besuchte die zweite Gruppe die Geschäftsräume der Dokustätte, wo der ehemalige Vorsitzende, Herr Tzschentke, den Besuchern die Problematik der Vergangenheitsbewältigung in Hersbruck erläu­terte. Nach einem Mittagessen im Restaurant Bauer in der Altstadt wurden am Nachmittag die Rollen getauscht und die zweite Hälfte besuchte das ehemalige KZ-Gelände, während die 1. Gruppe die Stadtführung und den Besuch in der Dokustätte absolvierte.

Die Gruppe wurde begleitet vom Bezirksrat Fritz Körber. Bei der Kranzniederlegung waren auch der ehemalige Bürgermeister Plattmeier, die jetzige Vizebürgermeisterin Frau Britta Stöber, sowie Herr Pastor Zimmerschitt anwesend. 

Die Gruppe zeigte sich entsetzt über das Farbattentat auf die Skulptur des Mahnmals zwei Tage vorher in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai. Spuren der Besudelung waren bei dem Besuch jedoch noch zu sehen. Ingelore Pilwousek, Vorsitzende der AG in Bayern, betonte bei ihrer Ansprache, dass Diktaturen kein Raum mehr gegeben werden dürfe. “So etwas wollen wir nie wieder haben.”