Nach 71 Jahren werden Namen genannt – Dokumentationsort Hersbruck Happurg eröffnet

Am Montag den 25. Januar wurde in Anwesenheit von Kultusminister Dr. L. Spaenle und Stiftungsdirektor K. Freller, sowie weiteren Ehrengästen, der kürzlich errichtete Dokumentationsort Hersbruck Happurg eröffnet. Jörg Skriebeleit gab jeweils eine kurze Einführung und Erläuterung zu den Installationen, dem Kubus “Black-Box” in Hersbruck an der Süd-West-Ecke des Lagergeländes und der Aussichtsplattform mit Informationselementen am Südring in Happurg.

Höhepunkt der Eröffnung war die Gedenkfeier des Bayerischen Landtags zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in der neuen Mehrzweckhalle des Kinderkompetenzzentrums in Hersbruck, die live vom Bayerischen Fernsehen über­tragen wurde. Neben den Darbietungen von Schülerinnen und Schülern der Hersbrucker Schulen war ein Höhepunkt die Rede des 97-jährigen Künstlers Vittore Bocchetta aus Verona, Italien, der 1944/45 die Haft im Konzentrationslager Hersbruck überlebt hatte. Wir doku­men­tieren seine Rede demnächst in italie­nisch und deutsch.

Vittore Bocchetta besuchte auch die Johannes-Scharrer-Realschule und stellte sich den Fragen der Schülerschaft, besonders der 10. Klassen. Er wurde von Mitgliedern des Vereins Dokumentationsstätte KZ Hersbruck begleitet.

Die Gedenkstätte Flossenbürg bietet ab 31. Januar 2016 jeden ersten und dritten Sonntag im Monat eine öffent­liche, kostenlose Führung für inter­es­sierte Einzelbesucher an, Treffpunkt ist der Kubus. Es wird auch Bildungsangebote für Schulklassen und Gruppen geben, die staatlich gefördert werden. Informationen dazu unter www.gedenkstaette-flossenbuerg.de.

(28.01. Wr.)