Schön Peter, Häftlingsbuch, KZ Hersbruck

hrsg. Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V. Juli 2019,
ISBN 978–3‑9815–0051‑6, 25

Ein Erinnerungsbuch für die Opfer und zugleich ein Lernbuch für die jüngere Generation. Elf Jahre lang hat Autor Peter Schön daran gear­beitet.
Das Leid der Opfer würdigen und aner­kennen ? das will Peter Schön. Er hat im ersten Teil die Schicksale von über 40 Häftlingen zusam­men­ge­tragen, die einst hier im Lager inhaf­tiert waren. Er gibt ihnen ein Gesicht, und gewährt Einblick in deren Leben und in ihr Leiden. Keine anonymen histo­ri­schen Fakten ? 9500 Häftlinge aus 23 Nationen waren von Juni 1944 bis April 1945 im Lager in Hersbruck inhaf­tiert ? sondern Schicksale, Gesichter, Menschen. Mitfühlen, Empathie ist nötig, um ein rich­tiger Mensch zu werden.
Die weiteren Teile erzählen von weiteren Opfern des NS-Regimes. Von Hans-Friedrich Lenz, der 1944 zwangs­weise der SS über­stellt wurde und dann Lagerschreiber im KZ Hersbruck war. Er sagte später als Zeuge bei den Prozessen gegen Nazi-Funktionäre aus. Und Hannes von Miller, geboren 1930 in Hersbruck. Als 13-Jähriger musste er mit dem Pferdefuhrwerk im Auftrag der SS Fuhrdienste erle­digen und auch Leichen trans­por­tieren. Daneben befasst sich Schön mit der Geschichte des Hersbrucker Lagers, dem Doggerwerk und dem Lager in Förrenbach. Auch der Befreiung des KZ Hersbruck widmet er einige Seiten. Erhältlich beim Verein und im Buchhandel.
Am Dienstag 30.07.2019 war in den Nürnberger Nachrichten ein Artikel über Peter Schön und sein Häftlingsbuch. Hier klicken

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