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Verstummte Lieder wieder zu hören – Lieder aus den Konzentrationslagern

Juni 29 | 18:30 - 20:30

Musik und Lieder, welche Unaussprechliches vermitteln und das Leid der Häftlinge verdeut­lichen. Ein Vortrag von Karla Marx, Musikwissenschaftlerin in der Hersbrucker Stadtkirche.
»Im Lager Hersbruck gibt es eine Lagerkapelle aus Häftlingen«, schreibt Gerhard Faul in seinem Buch „Sklavenarbeiter für den Endsieg“. Demnach gab es wohl auch im KZ Hersbruck Musik und Lieder, welche Unaussprechliches vermitteln und uns das uner­mess­liche Leid der Häftlinge verdeut­lichen. Nach Hersbruck kamen fort­laufend neue Häftlinge, vor allem aus dem KZ Flossenbürg, aber auch aus anderen KZs wie Dachau, Buchenwald, Groß-Rosen u.a. So werden die dort gesun­genen und zum Lagerleben gehö­renden Lieder auch im KZ Hersbruck zum Teil bekannt und gesungen geworden sein: Überlebende berichten von polni­schen, russi­schen und italie­ni­schen Häftlingsgruppen, in denen Lieder gesungen wurden. Vor allem das Singen stärkte die Widerstandskraft der Häftlinge, gab ihnen einen Teil ihrer Würde und Menschlichkeit zurück, ließ sie sich mit- und unter­ein­ander soli­da­ri­sieren und machte ihr unbe­schreib­liches Unglück erträg­licher! Je nach Funktion kann man folgende Liederkategorien unter­scheiden: Lager- und Marschlieder, KZ-Lebensbedingungen beschrei­bende Lieder, Liebes‑, Freiheits‑, und auch Kinderlieder. Bis auf die letzte Kategorie werden in meinem Vortrag einige der verstummten Lieder wieder neu erklingen. Auf diese Weise soll und wird den Opfern auch heute erneut Gehör verschafft werden.

Details

Datum:
Juni 29
Zeit:
18:30 - 20:30