Mit dem Fränkischen Albverein unterwegs auf einem „begeh­baren Denkmal“
GEDENKWEG TODESMARSCH APRIL 1945

Der Fränkische Albverein Hersbruck (FAV) ist ein aktiver Wanderclub mit Interessen im Kultur- und Naturschutz-Bereich. Eine Arbeitsgruppe entwarf im Rahmen des Wettbewerbs ErinnerungsRÄUME eine Wegführung zum Gedenken an die Todesmärsche im April 1945 vom KZ Hersbruck nach Dachau. Von etwa drei­tausend unter­ernährten Häftlingen starben dabei mehrere hundert.
Die 15 Kilometer lange, sehr lohnende Wanderung führt über Happurg, Förrenbach, Thalheim, Pollanden bis Alfeld, immer in Sichtweite oder direkt auf einer origi­nalen Marschroute.

 

Beim Durchwandern der harmo­ni­schen Kulturlandschaft befinden wir uns in einem Spannungsfeld: Wir gehen im Bewusstsein, dass die Freude an Bewegung in der Natur nichts gemein hat mit dem erzwun­genen Marsch tausender unter­ernährter, erschöpfter Zwangsarbeiter. Nicht durch Vergessen, im Gedenken soll versucht werden, den Opfern Respekt zu erweisen und ihre mit Füßen getretene Würde wieder ins Recht zu setzen.

 

Bild: Franz Vornberger (1919–2008)

Wir erwandern in gut 2 Stunden ein Stück des neuen Wegs. Der Weg führt an den Stollen der Houbirg entlang, durch Förrenbach und im Hangwald nach Thalheim (ca. 10 km). Dort steht in der Kirche die beein­dru­ckende Skulptur „Beistand“ des Wettbewerbsteilnehmers Karsten Reckziegel. Wir wollen sie betrachten und uns darüber austauschen.

Termin: Freitag, 24. Juni. – Start 16:00 Uhr, S‑Bahn-Haltestelle Happurg.
Rückfahrt von Thalheim um 18:44 Uhr mit Linienbus 334 über Happurg nach Hersbruck.