Kunstwettbewerb Hersbruck 2021/22

Aktuelles zum Wettbewerb

Veranstaltungen

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Veranstaltungskalender

09.06.2022 – Auftritt in der Studiobühne von Mikiko Motoike und Birgit Heil in Halle an der Saale

In Halle an der Saale fand im Juni 2022, veran­staltet von der Slavistik und von der Musikpädagogik in Kooperation mit der Romanistik und der Sprechwissenschaft der Martin-Luther-Universität, in der Studiobühne ein Antikriegs-Konzert und ‑Lesung mit mehreren Beiträgen aus den Genres Musik und Literatur statt.

Auf der Veranstaltung wurde auch die Filmkomposition ´Partitur in Moll durch Raum und Zeit´ (M. Motoike/B.Heil), erstellt für den Kunstwettbewerb des KZ ‑Vereins Hersbruck, gezeigt. Die Rückmeldungen der circa 50–60 Besucher*innen waren sehr wert­schätzend und positiv. Hier ein paar Zitate:

„ der Film und die Musik passen sehr gut zusammen “
„ sehr fanta­sievoll “
„ einer­seits wurde das Grauen stark ausge­drückt, ande­rer­seits war es auch wie eine Therapie für die Herzen der Teilnehmenden im Publikum “

Somit ist ein Beginn gemacht, dass die Geschichte des KZ-Außenlagers Flossenbürg mit Standort Hersbruck im Kontext Erinnerungsräume noch weitere Kreise zieht.

Verstummte Lieder – wieder zu hören.
Lieder aus den Konzentrationslagern.

Musik und Lieder, welche Unaussprechliches vermitteln und das Leid der Häftlinge verdeut­lichen. Ein Vortrag von Karla Marx, Musikwissenschaftlerin am 29.06.2022 um 18.30 Uhr in der Hersbrucker Stadtkirche.

»Im Lager Hersbruck gibt es eine Lagerkapelle aus Häftlingen«, schreibt Gerhard Faul in seinem Buch „Sklavenarbeiter für den Endsieg“. Demnach gab es wohl auch im KZ Hersbruck Musik und Lieder, welche Unaussprechliches vermitteln und uns das uner­mess­liche Leid der Häftlinge verdeut­lichen. Nach Hersbruck kamen fort­laufend neue Häftlinge, vor allem aus dem KZ Flossenbürg, aber auch aus anderen KZs wie Dachau, Buchenwald, Groß-Rosen u.a. So werden die dort gesun­genen und zum Lagerleben gehö­renden Lieder auch im KZ Hersbruck zum Teil bekannt und gesungen geworden sein: Überlebende berichten von polni­schen, russi­schen und italie­ni­schen Häftlingsgruppen, in denen Lieder gesungen wurden. Vor allem das Singen stärkte die Widerstandskraft der Häftlinge, gab ihnen einen Teil ihrer Würde und Menschlichkeit zurück, ließ sie sich mit- und unter­ein­ander soli­da­ri­sieren und machte ihr unbe­schreib­liches Unglück erträg­licher! Je nach Funktion kann man folgende Liederkategorien unter­scheiden: Lager- und Marschlieder, KZ-Lebensbedingungen beschrei­bende Lieder, Liebes‑, Freiheits‑, und auch Kinderlieder. Bis auf die letzte Kategorie werden in meinem Vortrag einige der verstummten Lieder wieder neu erklingen. Auf diese Weise soll und wird den Opfern auch heute erneut Gehör verschafft werden.

Ausstellung und
Präsentation
14.05. – 22.07.2022

Eröffnung der Ausstellung

Programm:

  • Begrüßung Vorstand Dokuverein-KZ-Hersbruck
  • Grußwort Landrat Armin Kroder
  • Grußwort Erster Bürgermeister Robert Ilg, Stadt Hersbruck
  • Musik „Brechende Blicke“ und Schweigeminute
  • Vortrag Erfahrungen des Kunstwettbewerbs, Klaus Petersen, Projektleiter
  • Präsentationen und Gespräche mit anwe­senden Künstlerinnen und Künstlern
  • Präsentationen und Besichtigungen von Kunstwerken außerhalb des Eröffnungsgeländes
    ab 18 Uhr


Aktuelle Herausforderungen der deut­schen Erinnerungskultur

Ein Vortrag mit Dr. Andrea Riedle, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin
am 08.03.2022 um 18 Uhr im Nikolaus-Selnecker-Haus Hersbruck

Dokuverein trifft sich mit BMW

Die Bayerischen Motorenwerke standen in ihren Anfängen nicht für chrom­blit­zende Karossen, sondern  für quali­tativ hoch­wertige Flugzeugmotoren. 1944 produ­zierte die Firma mehr als 50.000 Motoren vom Typ 801 in München-Allach. Da die Gefahr einer Bombardierung immer größer wurde, wollte das Reichsrüstungsministerium das Werk nach Hersbruck bzw. nach Happurg unter Tage in die Doggerstollen verlagern. Im Werk in Allach wurden Zwangsarbeiter einge­setzt, in Hersbruck verloren KZ-Häftlinge ihr Leben beim Bau der Stollenanlage in der Houbirg.

Ort der Erinnerung im Museum
Im Rahmen des derzeit laufenden Kunstwettbewerbs ErinnerungsRÄUME besuchte eine Delegation aus den Mitgliedern des Projektteams und dem Vorsitzenden des Dokuvereins das BMW Museum in München. Ziel war es sich mit BMW auszu­tau­schen und neue Erkenntnisse zu gewinnen über die Beteiligung des Werkes in den Doggerstollen.
Mitten im Museum erinnert heute ein Ort der Erinnerung an die verbre­che­rische und leid­brin­gende Verquickung mit den Zielen des Nationalsozialismus.
Fred Jakobs, Leiter des BMW Group Archivs, Dr. Andreas Braun, Kurator des BMW Museums und Klaus-Anton Altenbuchner, Kurator der Zwangsarbeiter-Ausstellung erläu­terten den Gästen, dass BMW im In- und Ausland heute auf die Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet sei.
Obwohl es an den Produktionsstätten von BMW in aller Welt große Unterschiede gäbe, was die Auseinandersetzung mit den Werten der “Menschlichkeit” angehe, habe die Würde des Menschen nach Art. 1 der bundes­deut­schen Verfassung Vorrang. Transparenz im Umgang mit der Schreckens-Geschichte gehöre zur Firmen-Philosophie und zahle sich letzten Endes auch wirt­schaftlich aus.

Vortrag im Rahmen des Kunstwettbewerbs
In einem Gespräch wurde vereinbart, dass BMW und der Dokuverein Archivmaterial austau­schen und BMW bei der Digitalisierung des Materials in Hersbruck behilflich sein wird.
Während der Ausführungsphase des  Wettbewerbs wird Fred Jakobs einen Vortrag über BMW in der NS-Zeit in Hersbruck halten.

v.l.n.r. Petra Hofmann, Klaus Petersen, Thomas Wrensch, Dr. Andreas Braun, Fred Jakobs, Klaus-Anton Altenbuchner, Theresa Senger, Christl Schäfer-Geiger

Einladung und Wettbewerbsvorbereitung mit der 3. Rundfahrt

Termin: Donnerstag, 30.09.2021
Ein genaue Beschreibung finden Sie hier als PDF‑Dokument: 3. Rundfahrt

Kunstwettbewerb erhält Förderpreis der Raiffeisenbank Hersbruck

Der Kunstwettbewerb ErinnerungsRÄUME ist ein Herzensprojekt. Genau dafür hat die Raiffeisenbank ihren dies­jäh­rigen Förderpreis ausge­schrieben. Der Verein durfte einen Scheck über 500 Euro in Empfang nehmen. Mit dem Geld wird die Durchführung des Projektes unterstützt. 

v.l.n.r. Oliver Vogel, Leiter Vertrieb und Marketing,
Klaus Petersen, Projektleiter Kunstwettbewerb,
Swen Heckel, Vorstandsvorsitzender Raiffeisenbank Hersbruck eG