Auslobung Hersbruck 2021/22

Aktuelles zum Wettbewerb

Aktuelles zum Wettbewerb

Dokuverein trifft sich mit BMW

Die Bayerischen Motorenwerke standen in ihren Anfängen nicht für chrom­blit­zende Karossen, sondern  für quali­tativ hoch­wertige Flugzeugmotoren. 1944 produ­zierte die Firma mehr als 50.000 Motoren vom Typ 801 in München-Allach. Da die Gefahr einer Bombardierung immer größer wurde, wollte das Reichsrüstungsministerium das Werk nach Hersbruck bzw. nach Happurg unter Tage in die Doggerstollen verlagern. Im Werk in Allach wurden Zwangsarbeiter einge­setzt, in Hersbruck verloren KZ-Häftlinge ihr Leben beim Bau der Stollenanlage in der Houbirg.

Ort der Erinnerung im Museum
Im Rahmen des derzeit laufenden Kunstwettbewerbs ErinnerungsRÄUME besuchte eine Delegation aus den Mitgliedern des Projektteams und dem Vorsitzenden des Dokuvereins das BMW Museum in München. Ziel war es sich mit BMW auszu­tau­schen und neue Erkenntnisse zu gewinnen über die Beteiligung des Werkes in den Doggerstollen.
Mitten im Museum erinnert heute ein Ort der Erinnerung an die verbre­che­rische und leid­brin­gende Verquickung mit den Zielen des Nationalsozialismus.
Fred Jakobs, Leiter des BMW Group Archivs, Dr. Andreas Braun, Kurator des BMW Museums und Klaus-Anton Altenbuchner, Kurator der Zwangsarbeiter-Ausstellung erläu­terten den Gästen, dass BMW im In- und Ausland heute auf die Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet sei.
Obwohl es an den Produktionsstätten von BMW in aller Welt große Unterschiede gäbe, was die Auseinandersetzung mit den Werten der “Menschlichkeit” angehe, habe die Würde des Menschen nach Art. 1 der bundes­deut­schen Verfassung Vorrang. Transparenz im Umgang mit der Schreckens-Geschichte gehöre zur Firmen-Philosophie und zahle sich letzten Endes auch wirt­schaftlich aus.

Vortrag im Rahmen des Kunstwettbewerbs
In einem Gespräch wurde vereinbart, dass BMW und der Dokuverein Archivmaterial austau­schen und BMW bei der Digitalisierung des Materials in Hersbruck behilflich sein wird.
Während der Ausführungsphase des  Wettbewerbs wird Fred Jakobs einen Vortrag über BMW in der NS-Zeit in Hersbruck halten.

v.l.n.r. Petra Hofmann, Klaus Petersen, Thomas Wrensch, Dr. Andreas Braun, Fred Jakobs, Klaus-Anton Altenbuchner, Theresa Senger, Christl Schäfer-Geiger

Einladung und Wettbewerbsvorbereitung mit der 3. Rundfahrt

Termin: Donnerstag, 30.09.2021

Ein genaue Beschreibung finden Sie hier als PDF‑Dokument: 3. Rundfahrt

Kunstwettbewerb erhält Förderpreis der Raiffeisenbank Hersbruck

Der Kunstwettbewerb ErinnerungsRÄUME ist ein Herzensprojekt. Genau dafür hat die Raiffeisenbank ihren dies­jäh­rigen Förderpreis ausge­schrieben. Der Verein durfte einen Scheck über 500 Euro in Empfang nehmen. Mit dem Geld wird die Durchführung des Projektes unterstützt. 

 

v.l.n.r. Oliver Vogel, Leiter Vertrieb und Marketing,
Klaus Petersen, Projektleiter Kunstwettbewerb,
Swen Heckel, Vorstandsvorsitzender Raiffeisenbank Hersbruck eG

Imagefilm zum Kunstwettbewerb -
ErinnerungsRÄUME

23. Juli 2021 | Vortrag von Thomas Wrensch -
“Die Orte des Leidens und der Verbrechen”

23. Juli 2021 | Vortrag von Alexander Schmidt -
Bilder und Thesen zu Charakter und Bedeutung des Nationalsozialismus für das Kunstprojekt in Hersbruck 2021

15. Juli 2021 | Die DGB-Jugend Mittelfranken unter­stützt das Projekt .….. mehr lesen >

Die DGB-Jugend Mittelfranken unter­stützt das Projekt als ideelle Förderer in der Tradition der DGB-Jugend Bayern, die 1983 den Erinnerungsstein mit der Inschrift „“Wer sich des Vergangenen nicht erinnert, ist dazu verur­teilt, es noch einmal zu erleben” setzte, gegen den viel­fäl­tigen Widerstand vieler Politiker in der Region, aber auch mit breiter Unterstützung der Menschen in der Region.

„Liebe Freund:innen des Kreisjugendrings Nürnberger Land,

wir möchten euch auf ein Projekt des Vereins Dokumentationsstätte KZ-Hersbruck (Orte des Leidens und der Verbrechen – Verpflichtung zur Menschlichkeit) aufmerksam machen und bitten euch, um Verteilung an die Mitgliedsorganisationen.

 

Als DGB Jugend ist uns das Erinnern und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus eine Herzensangelegenheit. In Hersbruck wurden ca. 10.000 Menschen zur Zwangsarbeit unter furcht­baren Zuständen inhaf­tiert, ca. 4.000 von ihnen starben. Viele Menschen unter­schied­licher Herkunft und Lebensweisen, sozial Schwache, Homosexuelle, aber auch Gewerkschafter:innen und poli­tisch Verfolgte, Widerstandskämpfer:innen etc. waren unter ihnen. Bereits 1983 hat die DGB Jugend Bayern einen Gedenkstein auf dem Gelände des ehema­ligen Außenlagers setzen lassen. Der nun im Rahmen des Projektes initi­ierte Kunstwettbewerb ErinnerungsRÄUME gibt auch jungen Menschen die Möglichkeit, kreativ zum Thema Erinnern Zugang zu finden, sich mit den Verbrechen des Nationalsozialismus ausein­ander zu setzen und Ideen für die Gestaltung unserer demo­kra­ti­schen Werte zu entwi­ckeln. Wir würden uns sehr freuen, wenn aus dem Nürnberger Land Jugendorganisationen diese Chance nutzen möchten und sich beteiligen!“

Solidarische Grüße,
Denise Kießling
Jugendsekretärin

 

DGB Region Mittelfranken
Kornmarkt 5–7
90402 Nürnberg

Hier finden Sie Informationsblätter zu den einzelnen “Orten”.

Infoblatt 1
Infoblatt 1

KZ Gelände Hersbruck

Infoblatt 2
Infoblatt 2

KZ-Doggerwerk, Happurg

Infoblatt 3
Infoblatt 3

Häftlingsweg

Infoblatt 4
Infoblatt 4

Schupf

Infoblatt 5
Infoblatt 5

Hubmersberg und Pommelsbrunn