Dokumentationsstätte KZ Hersbruck

Alfred Nerlich

“Nur wer diese Hölle selber durch­ge­macht hat, kann wirklich verstehen, was den Menschen damals angetan worden ist.”
(A. Nerlich 2004 bei der Begegnung mit einem ihm vorher nicht bekannten fran­zö­si­schen Häftling)

Alfred Nerlich stammte aus dem schle­sisch-polni­schen Grenzgebiet und wurde im August 1940 von der Gestapo Glogau verhaftet. Er verbrachte zunächst 2 Jahre im Gefängnis in Glogau. Anschließend wurde er ohne Verurteilung in das KZ Groß-Rosen überführt.

Anfang 1945 wurde das KZ Groß-Rosen evakuiert und Alfred Nerlich kam mit 1.500 Leidensgenossen Mitte Februar 1945 in das KZ Hersbruck. Nach seiner Befreiung Ende April 1945 kehrte er als einziger aller Häftlinge nach Hersbruck zurück um hier zu leben und zu arbeiten. Er wurde Mitglied in der Gewerkschaft und in der SPD.

Als Zeitzeuge hat er seine Erinnerungen schriftlich nieder­gelegt und war in der TV-Dokumentation von 1990 zu sehen. Alfred Nerlich begleitete enga­giert die Arbeit des 1999 gegrün­deten Vereins. Dazu hat er seine schreck­lichen Erlebnisse während der Gefangenschaft nieder­ge­schrieben. Im April 2006 ging er begleitet von einer Kamera über das KZ Gelände und berichtete von seinen Leiden und Erfahrungen.

Er starb er im Jahr 2006 im hohen Alter von 95 Jahren. (nach P. Schön, Häftlingsbuch)

Das ehemalige Gelände

Alfred Nerlich, führt über das Gelände des ehema­ligen Konzentrationslagers Hersbruck