Kunstwettbewerb Hersbruck 2021/22

Joanna Maxellon

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Joanna Maxellon

Joanna Maxellon

Joanna Maxellon studierte zunächst Geisteswissenschaften an der Jagiellonian University in Krakau, danach Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und Medienkunst an der HFG/ZKM in Karlsruhe. Sie ist als Filmemacherin, Autorin und Freie Künstlerin tätig. Für ihre Filme und medialen Kunstwerke erhielt sie zahl­reiche Preise und Stipendien. Sie lebt und arbeitet in Nürnberg.

www.maxellon.de

instagram / jmaxellon

Memory / Momentaufnahme des Häftlingsweges.

Memory / Momentaufnahme des Häftlingsweges ist ein Interaktives Archiv, das aus persön­lichen Beiträgen, histo­ri­schen Erklärungen und künst­le­ri­schen Arbeiten aufgebaut ist und durch einen QR-Code entlang des Häftlingsweges abrufbar und erlebbar wird.

Wenn man diese QR-Codes scannt, sieht man auf dem eigenen Smartphone oder iPad einen kurzen Film, hört man ein Lied oder erfährt histo­rische Fakten.

Diese Arbeit stellt wieder aufs Neue die Realität des Häftlingsweges für uns dar und fragt nach der Menschlichkeit der Bewohner und Ausweglosigkeit der Opfer in einem tota­li­tären Zeitalter.

Es entsteht ein Moment in dem uns bewusst wird, welches Privileg es ist in Frieden, Demokratie und Wohlstand zu Leben und natürlich ermög­licht es die Reflexion, dass dieser Zustand viel­leicht nicht von Dauer ist.

Im XXI. Jahrhundert stehen die Erinnerungskultur und vor allem auch die Kunst vor einer neuen Herausforderung und muss das „Altbewährte“ einer Prüfung unter­ziehen. Wie gestalten wir aktiv das Kollektivgedächtnis ohne zu lang­weilen, zu predigen und vor allem ohne Zuweisen von Schuld. Können wir die nächsten Generationen an die fatale Macht des Nationalsozialismus erinnern und sie an der Erkenntnis des Unrechts betei­ligen. Wenn ja, in welcher Form?

Es stellt sich die zentrale Frage: Wie wollen wir die neuen Generationen davon über­zeugen, dass ein Kunstwerk oder Denkmal etwas mehr ist, als ein lang­wei­liges Betonobjekt oder eine Tafel mit unzäh­ligen unbe­kannten Namen? Nämlich ein Teil unserer Geschichte. Eine Begegnung mit der
Vergangenheit, die für uns erlebbar sein sollte.

„Memory“ signa­li­siert dadurch den Umbruchscharakter unserer Zeit, die zwar immer noch in der künst­le­ri­schen Tradition des XX. Jahrhundert verankert ist aber gleich­zeitig die neuen Kommunikationsmöglichkeiten intel­ligent einsetzt.

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