Kunstwettbewerb Hersbruck 2021/22

Petra Krischke

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Veranstaltungskalender

Petra Krischke

Petra Krischke

Vita

2005 – 2014 Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, Diplom potgraduiert

1980 – 1986 Georg- Simon- Ohm Fachhochschule Nürnberg Studiengang, Grafikdesign

 

Einzelausstellungen

  • 2022 Von bellenden Blüten, Künstlerbund Schwabach e.V. , Städtische Galerie Schwabach
  • 2019 Admirabila Otrava, Internationale Kunstbiennale Rumänien
  • 2014 so grün!!!, Ebene 0 E.v., Züblinparkhaus Stuttgart

Gruppenausstellungen

  • 2021 Generationen künst­le­ri­schen Schaffens, Kulturverein Heroldsberg, Kunstmuseum Weißes Schloss Heroldsberg
  • 2020 Harfenlabyrinth, Lost & Found, Kunst-Parcours im Stadtpark Nürnberg, Kulturamt Nürnberg
  • 2019 Kunstpreis Aichach, Kunstverein Aichach, und Stadt Aichach SanDepot-Halle Aichach
  • 2019 Himmel und Hölle to go, Die Blaue Nacht, KunstKulturQuartier, Kunstvilla Nürnberg
  • 2019 Kunstsalon, FMDK , Ägyptisches Museum, Kunstareal München
  • 2018 Kleeblattwiese, Fürther Glanzlichter, Stadthalle Fürth
  • 2018 Venus, Kunst-Puppe, Museum der Deutschen Spielzeugindustrie, Neustadt b. C.
  • 2017 Surreales Licht, Ortung X, Kulturbüro Schwabach
  • 2014 Eröffnungsausstellung, KunstKulturQuartier, Kunstvilla Blumenstraße Nürnberg

Projektbeschreibung  

Ein Zeichen der Menschlichkeit war die Erinnerung an eine Frau, die nicht wie die meisten anderen Anwohner, die Augen verschloss, sondern einen Eimer gekochte Kartoffeln an den Straßenrand stellte, um das Leid der hungernden Häftlinge ein wenig zu lindern. Man kann förmlich vor sich sehen wie sich jeder heimlich eine Kartoffel in die Tasche steckte oder sofort verschlang.

Mit Ihrer Arbeit greift die Künstlerin Petra Krischke diese Geste auf, um einen emotio­nalen Zugang zu den dama­ligen Geschehnissen im Herzen Hersbrucks zu schaffen.
Dabei drängen sich unwei­gerlich Fragen auf.
Weiß jemand, wer diese Frau war? Was passierte mit Ihr nachdem die SS sie erwischte? Gab es noch mehr solcher Spenden? Und was wäre passiert wenn viele Hersbrucker wie sie gehandelt hätten?
Am Samstag den 23.April wurden alle Hersbrucker gebeten Kartoffeln zu bringen. An der Bushaltestelle Fackelmann Therme, sammelten die beiden Künstler mit alten Blecheimern Kartoffeln, um sie später einzu­pflanzen. Aber nicht auf irgend­einem Acker weit ab vom Ort des Geschehens, sondern am Ort der ehema­ligen Lagerküche. Dieser Ort befindet sich auf dem Tennisplatz vor der Therme. 

Der Tennisplatz, welcher bereits vor der Errichtung des Lagers bestand, wurde nach dessen Befreiung erneut aufgebaut. »Es sieht jetzt aus, als ob niemals etwas gewesen wäre. Das finde ich bewegend«, sagt Petra Krischke. 

Mittlerweile aufge­geben, sollen die Tennisplätze bald einer Wohnsiedlung weichen. Das Künstlerduo nutzt diesen frei­ge­wor­denen Raum. Eines der recht­eckigen Aufschlagfelder wird zum Kartoffelacker. Streng recht­eckig abgrenzt von dem roten Tennissand posi­tio­niert sich das Kunstwerk unüber­sehbar auf dem Feld.
Bei Ihrer Arbeit können die Künstler auf die Unterstützung der Firma Bub Erdbau, die den Humus anliefert, zählen. 

Nach einigen Monaten wird es dann soweit sein, die Kartoffelernte wird anstehen. Alle Spender und Interessierte werden zu einem Pellkartoffelessen auf dem Feld einge­laden. Dabei kann man man sinnlich erleben, wie glücklich ein nackte Kartoffel machen kann, wenn man am Verhungern ist. Sicher ergeben sich dabei emotionale Gespräche. 

Sinnbildlich steht das Projekt für den Mehrwert des Teilens. Die Kartoffelspende wird durch sorgsame Pflege vermehrt und am Ende kommt ein Geschenk für die ganze Gemeinschaft zurück. Es ist ein Appell an die Menschlichkeit. Ein Moment um gemeinsam der Opfer des Faschismus zu gedenken. Eine Chance sich gemeinsam über die Geschichte und Zukunft Hersbrucks auszutauschen.

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